Meine E-Book-Tipps

“Mein” Verlag publiziert sein Programm nun sukzessive in Form von E-Books. Ein mutiges, und zukunftweisendes Unterfangen. Mein Enzyklop ist da zwar (noch) nicht dabei. Online erhältlich sind aber zum Beispiel die erstklassigen und Wortverspielten Werke von Zé do Rock.

Als E-Book via die Edition dià zu kaufen!

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Plakatentwurf “Uristier vs Smiley”

Für die Urner Jahresausstellung 2012 im Haus für Kunst in Altdorf entwarf ich das Plakat und die Einladungskarte. Unter verschiedenen Grafikentwürfen habe ich mich schliesslich für eine plakative Umsetzung entschieden. Aus der Überlagerung des vektorisierten Urner Logos und einem schwarz auf gelbem (statt gelb auf schwarzem) Smiley entstand ein mehrdeutiges Ganzes, welches über die Einzelteile hinausreicht ohne die verwendeten Elemente und Bedeutungen aber zu verlieren. Beim zweiten Hinschauen glotzt der Stier maskenhaft, totenköpfig und mit viel Goodwill schaut den betrachter auch noch ein Schaf an. Ein ambi- und polyvalentes Ergebnis also.

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Spiegelbilder einer Ausstellung

Wie um Himmels willen soll man Photos von Bildern machen, welche selber Reflektionen von Spiegeln sind oder es isch ämol än maa gsi, dr het en hohle Zahn gha. Sprich: Die Bilder der Spiegelbilder der Ausstellung der Aktion der Auktion.

Alle Photos by Atelier Blank & Chiovelli
Patrick Blank, Stefan R. Chiovelli

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Meine Spiegelbilder auf Ricardo

Mit dem Beginn der Ausstellung im Tribschenhorn hat nun auch die Online-Versteigerung der ausgestellten Werke begonnen. Meine Anfangspreise sind identisch mit den Anfangspreisen der ursprünglich auch auf Ricardo eingestellten “Spiegel”. Sofern es Gebote gibt, laufen alle meine Versteigerungen am 4. 9. 2012 zwischen 18h und 21.30h ab. Das ist ein Dienstagabend und es wird ganz bestimmt spannnnnend! Die Versteigerung der “Tigerente” läuft bereits einen Tag vorher aus.

Die Werke können besichtigt werden! (Vgl. hierzu die Öffnungszeiten des Pavillons Tribschenhorn) Besonders geeignet zu einer Besichtigung ist aber bestimmt der kommende Samstag, der 1. September. An diesem Tag findet das Kunsthoch Luzern statt. Eine gemeinsame Veranstaltung von 18 Luzerner Galerien und Museen. Ich werde ab ca. 15h Im Pavillon anwesend sein.

Ergänzend zu meiner Online-Auktion ist in der Ausstellung ein Katalog erhältlich mit allen Angeboten und den detaillierten Beschreibungen der Objekte. Mehr zum Projekt hier oder/und hier.

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Spiegelbilder

Für die Ausstellung “460 m. ü. M.” auf Tribschenhorn vom 26. Aug. 2012 – 22. Sept.2012 habe ich ein Blog bei blogspot aufgegleist. Als Recherche, zur Materialsammlung und zum abschliessenden Verkauf der Bilder.

Ausgangslage für diese sehr konzeptionelle Arbeit sind Versteigerungen von Spiegeln auf Ricardo. Ich entnehme “diesen” das Spiegelbild um sie für mein eigenes Projekt zu verwenden. Das “unbeabsichtigte” Bildmaterial wird zum Kern dieses Projektes. Zusammen mit den originalen “Objektbezeichnungen” von der ursprünglichen Versteigerung auf Ricardo ergibt sich eine eigene Dramaturgie und Komik. Die Bilder haben dies natürlich auch selbst schon in sich.

Die so gewonnenen Prints, auf das ursprüngliche Mass der Spiegel hochgeblasen, werde ich wiederum auf Ricardo versteigern. Wer also noch keinen “Benutzeraccount” beim Schweizer Versteigerungsportal hat, benötigt diesen um die Arbeiten kaufen zu können. Und wer weiss, vielleicht ja zum Schnäppchenpreis?

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“Malen nach Zahlen” in der Galerie Niedervolta

Es gibt wohl für RGs Werke keine passenderen Ausstellungsräume als diese hier in der Galerie Niedervolta vom Elektrizitätswerk Altdorf, denn wir Menschen sind elektrifizierte Wesen. In Sekundenschnelle müssen wir im Alltag für unser Überleben Zeichen lesen und interpretieren. Sollen wir die Zeichen wörtlich oder übertragen verstehen? Sind es bare Münzen oder Fälschungen? Überall sprühen die Funken.

Wir Zeichenleser stehen stets unter Spannung und im Strassen- und politischen Verkehr hat das Zeichenlesen lebensgefährlichen Charakter. Und noch schlimmer, wir selber werden ständig gelesen und überall schlagen Bedeutungs- und Klassifizierungsblitze in uns ein: Ich möchte nur diesen Regenschutz, diese Baskenmütze, und schon werde ich von aussen klassifiziert: er ist frankophil, er ist eitel, kokett, er hat Künstlermanieren … Doch ich will n u r ‚Regenschutz’.

  • Trete ich auf die Strasse, bin ich ein Fussgänger
  • Steige ich in den Zug, bin ich ein Reisender
  • Steige ich aufs Schiff, bin ich ein Fahrgast
  • Betrete ich die Kirche, bin ich ein Laie
  • Betrete ich ein Warenhaus, bin ich ein Kauflustiger
  • Betrete ich einen Laden, bin ich ein Kunde…

Den lieben langen Tag geht das so weiter. Am Abend sinken wir bedeutungsbeladen und -aufgeladen ins Bett.

Der Impuls, ständig zu deuten, ist wahrscheinlich biologisch bedingt. Was uns Menschen an Instinkt gegenüber den Tieren abgeht, machen wir durch eine grössere Deutungsbereitschaft wieder wett.

Genau hier setzt nun die Kunst RGs ein. Er schaltet für einen Moment diesen Bedeutungsstrom ab und bremst unsere voreilige Wahrnehmung. Er versucht die Schäden der Worte wieder gut zu machen. Seine Aufmerksamkeit richtet sich auf die Struktur des Mediums selbst, auf die Buchstaben. Diese sind sein ikonisches Material. Einige liegen hier faul herum, lehnen sich lässig an die Wand und schlafen noch den gerechten lexikalischen Tiefschlaf. Sie haben etwas Kulissenartiges an sich, wie sie sich so verschachtelt an die Wand lehnen und ihre bildliche farbige Gestaltung hat etwas Räumliches, Perspektivisches an sich. Bald wird das gislersche Worttheater beginnen und die Buchstaben, diese Generatoren von Wörtern und Sätzen und Texten, werden sich neu formieren und eine eigene, eigenwillige Welt generieren. Sein Wörterbuch ENZYKLOP ist bereits vor zehn Jahren als grossangelegtes Lexikon erschienen, natürlich im Ausland. Wortopäde Gisler sagt es lapidar und unterkühlt: SPRECHZIMMER – und hängt ein N daran, ‚sprechzimmern’. Also Zeichen zimmern, feilen, verlängern, versetzen ersetzen, zusammensetzen, verunstalten. Oder er sagt es deutlich und bissig mit der Gleichung Mord – Wort, und nimmt es gleich wieder zurück, wenn das d weiterwandert und sich das A zu Amor gesellt.

EGO

Es sind nicht stramme Buchstabensoldaten, die wir hier sehen, denn sie können weglaufen und sich zu neuen Gebilden postieren. Hier das EGO, das stolze Ich, das syntaktisch wichtigste Personalpronomen. Es ist auch das sozialste grammatische Gebilde, denn es ändert seinen Standpunkt je nach der Person, die spricht. Das Pronomen ‚ich’ ist nicht etwas Egoistisches, wie man meinen könnte, es ist etwas zutiefst Soziales, weil es austauschbar ist. Ich kann ‚ich’ sagen und das Gegenüber antwortet im Gespräch auch mit ‚ich’. Ein wahrer Wechselstrom von Bedeutung. Kinder lernen dieses Hin und Her von ‚ich’ ganz spät in ihrer sprachlichen Entwicklung. Haben sie diesen Ich-Tausch kapiert, sind sie sozialisiert, fit für die Gesellschaft.

Das Werk biegt sich dort um die Ecke, das L schielt auf EGO, schaut zurück und es ergibt sich eine endlose Schleife: LEGO – Latein für ‚ich lese’. Rückwärts gelesen als Palindrom ergibt LESE den ESEL. Und ein Esel steht ja leibhaftig und sinngeladen als Skulptur vor dieser Galerie. Und Gisler geht gleich weiter und verwandelt das Wort EGOIST zu LEGOIST, zu einem Zeichenleser, der – wie wir alle – alles nur auf seine Weise liest und zurechtbiegt und alles auf seinen kleinen Horizont hinunter zerrt.

Doch LEGO meint auch das kluge Zusammensetzspiel mit den genoppten Klötzchen und ist eine Zusammensetzung vom dänischen Wort ‚Leg godt’ – nämlich, spiel gut; und gut spielen heisst gut legen und auswählen und kombinieren und ersetzen. Bei unserem Künstler sind die Bausteine Wörter, die sich von der gesetzten Welt abwenden und sich auf die Konstruktionsgesetze des Sprachbaus konzentrieren, um spöttisch und gislerisch durch die Hintertür wieder lachend auf neue, erfrischende Bedeutungsmöglichkeiten zu verweisen. Der Eintritt zum Paradies ist wieder offen; Eintritt frei, Kinder und Künstler die Hälfte.

MARS

Nun ist MARS erwacht, der berüchtigte römische Kriegsgott. Auch er wird in der Schule klassifiziert und festgelegt auf den Krieg, obwohl er auch der Gott der Früchte und der Landwirtschaft ist, sonst hätte ihn Venus wohl nicht in ihr Bett eingeladen. Er schützt nämlich auch Menschen und Felder. Doch das kümmert die Menschen nicht. Er wird jetzt als Kriegsgott festgelegt, basta.

Jedes Anschauen geht über in ein Betrachten und bewirkt Spannungen. Liest man MARS als Anagramm, entsteht ARMS, englisch für WAFFEN. Kippt oder rotiert man das M zu W, entsteht das Wort WARS, englisch für KRIEGE. Mars ist durch diesen Ballast irgendwie selber schuld, dass er auf Krieg festgelegt wird. Dazu hat das Wort selbst ein wichtiges Wort erobert und verschlungen und einverleibt, nämlich ARS, lat. die KUNST. RG ist ein Polyglot, er wechselt zwischen den Sprachen hin und her, klassischer, babylonischer Wechselstrom. Er weiss, dass Kriege und Liebe zusammengehören und dass die Kunst mit der alltäglichen Wahrnehmung auf Kriegsfuss steht.

MARS ist zugleich ein leckerer Schokoriegel. Wir erkennen den eindrücklichen Schriftzug im Logo mit den drei bestimmten Farben, deren Anordnung von Innen nach Aussen die Bestandteile des Produkts versinnbildlichen. Die gislerschen Buchstaben zeugen davon und verraten zugleich die Schichten und Bestandteile des Riegels: Schokolade aussen schwarz, dann eine Schicht Karamell braun, und zuinnerst die süsse Versuchung, die Candycrème, rot, ein gepacktes Energiebündel mit 10 x so viel Strom wie ein Apfel.

APPLE

Es gibt in dieser Welt keinen Gegenstand, der frei von Symbolik wäre. Jeder Garten erzählt vom Heimweh nach dem Paradies, und es gibt keinen Apfel, der – sobald angebissen – nicht an die verbotene Frucht im Paradies erinnerte. Eva hat es gewagt: Apfel essbar und hat sich die Kreativität gegenüber autoritären Befehlen und Bedeutungen und zugleich den Verlust es Paradieses eingehandelt. Kunst ist schon immer bestraft worden, das zeugt von ihrer Wichtigkeit in unserem Leben. Und das Drama des Apfels geht weiter, so auch die Apfelsilhouette mit dem seitlich rechts angebissenen Apfel, dem Markenzeichen der Computerfirma Apple dem byte und dem bit in der elektronischen Sprache des Rechners. Andere denken an den roten Apfelbiss des Schneewittchens und hier denken wir natürlich an Tells wagemutigen Apfelschuss. RG macht es kurz und bündig, er verwandelt den Adamsapfel kurz zu ‚Madamsapfel’.

ZAHLEN

Jedes Haus hat einen Zähler, der den Stromverbrauch notiert. Künstler sind arme Leut, reden deshalb viel von Geld. Banker sind reiche Leut, reden deshalb viel von Kunst. Bei den Werken hier auf den niedlichen Bänkchen hat jeder Buchstaben auch einen Zahlenwert eingegossen, nicht nach Alter oder nach Reife, sondern nach der Häufigkeit des Vorkommens. Je häufiger, desto billiger. Wer also Jörg oder Wild oder beides zusammen heisst, ist teuer, weil das J und das W seltener vorkommen als ein E oder ein I. Auf der Anlagebank ergibt die Summe der zusammengezählten Buchstabenzahlwerte den Preis des Werks (und wird mit einem rätselhaften Faktor multipliziert), und man kann sich in Gislers Scrabble natürlich auch selber Lieblingsworte zusammenstellen.

Das sind die verbotenen Früchte dieses Künstlers. Seine Arbeiten sind federleicht. Und die Schwerkraft erklärt RG nicht voreilig mit einem erdenschweren Apfel, der vom Baum hinunterplumst; er erklärt die Schwerkraft schelmisch, riskant und ikarisch – mit einem Vogel.

Mögen seine ausgestellten Arbeiten unsere Phantasie beflügeln!

Text der Laudatio von Dr. Tarcisius Schelbert, Oktober 2011

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Gips ihm! Wortminiaturen.

Entwickle gerade ein neues “Bildformat” für die Ausstellung in Altorf.  Es sind Miniaturen, und es handelt sich dabei natürlich um Worte, und Bilder sind es nur im weitesten Sinn, schon eher Skulptürchen oder Modelle.

Wie man leicht erkennen kann, handelt es sich um Gipsabgüsse der Bänke und Buchstaben von Scrabble. Und zwar einer älteren Fassung aus den 60er Jahren, wo die Spielsteine noch aus Holz waren. Basierend auf Scrabble (den Buchstaben und den Buchstabenwerten) ergeben sich zudem auch stimmig die Preise der Werke. Seltenere Buchstaben sind teurer, geläufigere Lettern preiswerter und die Summe der Buchstabenwerte aller Buchstaben einer Arbeit macht den Kaufpreis. Eine Letter mit einer kleinen “1″ unten rechts, die kleinste Einheit also, kostet 15 CHF.

Kaufen kann man diese und weitere Miniaturen demnächst an meiner Ausstellung:

“Malen nach Zahlen”
Galerie Niedervolta
Herrengasse 1
6460 CH-Altdorf

Vernissage: Freitag 28.10.2011 um 19.30h

und neben ebendiesen Miniaturen werden meine neuesten Arbeiten zu sehen sein. Die sind dann etwas grösser. Etwa so oder so oder so.

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Ausstellung “Loge” in der Kunsthalle Hemberg

… Für die Kunsthalle Hemberg kommt nun erstmals ernsthaft Typografie ins Spiel. Die Buchstaben erwachen zu selbstständigen Bildzeichen. Die verwunderbare Welt der Werbebotschaften wird ins Feld der Aufmerksamkeit gerückt. Aus Logos werden Legos…

Eröffnung der Ausstellung “Loge” am Samstag dem 24. September 2011 um 17 Uhr in Hemberg: Ausstellungsdauer: 15.9. – 23.10.2011
www.kunsthalle-hemberg.ch

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M wie wars

die vier Tafeln zu wars sind fertig. Wobei ich die wohl nochmals werd überarbeiten müssen. Sind leider etwas zu präzise und gleichzeitig etwas zu unsauber…

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Le Go oder die ersten vier Lettern von der Legoist


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Amord frei nach Pfizer

Für die Ausstellung “Malen nach Zahlen” im kommenden Oktober in Altdorf produziere ich grossformatige Tableaus, welche ich installativ in die Galerie Niedervolta stellen werde. Als Ausgangslage um Wortneuschöpfungen zu zeigen brauche ich 20 – 30 Typo-Bilder. Die Bilder selber sollen in der Cadrage und in der Sinnlichkeit als Einzelarbeiten attraktiv sein, aber als Werk über sich hinaus sprechen.

Dies geschieht natürlich einerseits mit den Bezügen zu Weltmarken, bzw. deren Logos oder Teilen davon und in der Ausstellung mit denn damit kombinierten neuen “Wortmarken”. Für Amord habe ich die Font des Pfizer®-Logos verwendet.

Seit zwei Monaten bin ich am Recherchieren zu dem Thema (mit den üblichen Umwegen). Meine Atelierwand ist nun Schauplatz vielfältiger Kombinationen. Es gilt spannende Schriften mit einem möglichst grossem und umstrittenem Eigenleben zu finden um diese wiederum für die Typotafeln und letztlich vieldeutige und spannende Wortkreationen einsatzen zu können.

Viele der Worte entstammen selbstverständlich dem enzyglobe.

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Momos Block

In der Sommer-Ausgabe der Literaturpause erschien mein Beitrag “Momos Block”. Der Text zum Thema “Monobloc” bedient sich dem Genre der “Wortsuche–Rätsel”. In meinem Textblock Blocksatz Blocktext findet der willige Leser selbstverständlich mehr, als ich da reingepappt hab.

Um so viel auf so engem Raum unterzubringen hab ich übrigens die Software “Kreuzwort Werkstatt” verwendet. Auf dem Screenshot kann man auch gut erkennen wieviel da drin ist. Wer sich nun fragt, wie ich das mache um so viel Information unbeschadet verarbeiten zu können, sollte sich mal meine Wandtafel anschauen. Welche im abgedruckten Portraitbild, als zugegebenermassen eventuell auch etwas klein kommt, weswegen ich es hier vergrössert noch nachliefern möchte.

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Wortpflanzung

Dass auch die Sprache und deren Bestandteile (sprich: Wörter) einem Wandel unterliegen, liegt in der Natur der Sache. Hab im Frühjahr diesbezüglich eine vielversprechernde Plantage im Botanischen Garten in Basel entdeckt, wo in einem grossangelegten Freilandversuch neue Wortkombinationen gesetzt werden.

Was als Recherche zum “was–und–wie” von “Pflanzenschildern” gedacht war entpuppte sich als lustvolle Erkundungsreise ins Land der Liliennamen.

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think(c)loud

on the fly bzw. auf meiner Atelierwand…

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AUX YEUX DE TOUS

Die Jubiläumsausstellung zu “20 ans d’Espace d’une Sculpture” in Lausanne, Nyon und Yverdon wurde am vergangenen Samstag bei herrlichem Frühlingswetter eröffnet. An der Ausstellung nehmen rund 30 Künstler teil “représentant les différentes expression emblématiques de la sculpture contemporaine”. Mit dabei meine Arbeit “Dear Green” bzw. “Dear Gruen”. Eine Variation von garder une, welche ich 2009 in Nyon gezeigt hatte.


Die Arbeit, bestehend aus insgesamt 13 an Bäumen angebrachten Aluminiumschildern, ist über die historische Parkanlage “Mon Repos” in Lausanne verteilt. Die von der Visarte Vaud organisierte Ausstellung ist das ganze Sommerhalbjahr frei zugänglich. Beigleitend zur Ausstellung und zum Jubiläum erscheint die Publikation DOVBLE V.

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eigenheimlich

ist das, wenn nicht sogar eigenunheimlich. Beim Suchen nach Synonymen zu “in Furcht und Schrecken” hat das Wortschatzportal der Uni Leipzig diesen Archetyp von Graph erzeugt.

Das Portal ist übrigens ein Nonplusultra für Recherechen zum Deutschen Wortschatz. Für die Neogramme habe ich damit die Worthäufigkeit ermitteln können.

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Lotto Speech No:1

Hab ein neues Leseformat entwickelt, und es scheint zu funktionieren! Schon lange beschäftigt mich die Frage, wie ich meine Wörtchen verbal vermitteln könnte, sprich: kann man, kann ich, die Worterfindungen in Form einer “Lesung oder so” präsentieren?

Das Problem besteht ja ansich darin, dass man meine Sachen (liest man sie nicht überdeutlich vor) erst mal (akkustisch) falsch versteht. Sag ich “Hinhalt” oder “Hoffspace” erwartet und hört der Zuschauer “Inhalt” und “Offspace”. Kommt dazu, dass ich die einzelnen Worte nicht im üblichen Sinn inszeniere. Sie kommen kontextlos, quasi. Sogar ohne Satz. Und Kabarettist bin ich nicht. Diese beherrschen nämlich das Metier vom Inszenieren eines “Wortwitzes”, einer “Pointe”. Es bleiben also nur Formate, wo das gesprochenen Wort zeitgleich vom Zuhöhrer auch selbst gelesen werden kann. Das hatte ich schon ein- zweimal ausprobiert. Einmal als Not-Buch-Lesung an der Luzern bucht. Einmal perfomativ im Kunstmuseum Luzern.

Für eine kleine Ansprache im Raum für Kunst “sic” in Luzern hab ich nun aber die weltweit erste (the one and only?) Lotto Speech ausgetüftelt. Das ging so:
Hab 20 verschiedene Lottoscheine gemacht (Für maximal 20 Teilnehmer). Auf den Scheinen hat es statt Zahlen Worte (vgl. Abbildung). Statt Lose mit Nummern drauf zu ziehen, fischt die Glücksfee Lose mit Worterfindungen aus dem Pot. Ich lese diese vor. Die Teilnehmer wundern sich, suchen aber, da es ja etwas zu gewinnen gibt, eifrig ihren Lotoschein nach dem eben mitgeteilten Wort ab (oder etwas Ähnlichem). Und so weiter und so fort füllen sich langsam die Lottoschein mit abgedeckten Worten. Wenn dann endlich jemand Lotto hat. Ist die Speech zu Ende.

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Leihscheine als Post-its

Als ich im Frühjahr Franziska Bründler von Fidea Design traf, und sie mich fragte, ob ich Lust hätte, Ideen und Artikel “rund um das Buch” zu kreieren, war der “Leihschein” eine der ersten Ideen. Eigentlich ein Anachronismus in Zeiten von i-Phone-Apps. Aber ich weiss nicht wie es andern geht. Ich habe Computer und Mobiltelefone für “alles und jedes” irgendwie satt. Da lob ich mir doch ein Stücklein selbstklebendes Papier.

Der Leihschein ist so ein Papier. Das Produkt besteht aus hundert Blättchen gebunden in einem Block. Zweigeteilt in einen Leih- und einen Verleihschein. Den Leihschein wird man ausgefüllt dem ausgeliehenen Buch, der CD oder der DVD anheften. Der Verleihschein ist für den Eigentümer des Leihgegenstandes. Pingelig? Bürokratisch? Natürlich! Und nie mehr Angst vor Alzheimer!

Der Leihschein ist für 9.– Fr. 7.– Fr. erhältlich und wird von Fidea Design produziert und vertrieben. (vgl hierzu auch Schutz D. Umschlag)

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Schutz D. Umschlag

So lautet (m)ein neues Pseudonym und Design-Produkt. Wenn es schon nicht für Bücher ausreicht (Was? Es? Die Zeit? Das Geld? Talend?), so doch immerhin für fünf neue Titel erschienen bei fidea. Schutz D. Umschlag steht für vermeintlich simple Schutzumschläge für Bücher. Bedruckte A3-Bögen, womit man endlich seine Bücher vor Abnutzung und seine bibliophile Leidenschaft vor fremden Blicken schützen kann.

Die Titel der ersten Serie lauten: Mad in China, Das Knapital, Märchen aus 1000 und einer Schlacht, prosarot und Gesamtverzeichnis aller Primzahlen. (Genau. Es hat für jeden etwas dabei im 5er Pack) Die Dummschläge sind auf hochwertigem 120g schwerem Offsetpapier 4-farbig gedruckt und kosten 19 Franken. Erstmals zu kaufen am  DesignSchenken und am Bazar Pazzo in Luzern (Wo Schutz D. Umschlag höchstversöhnlich hinterm Ladentisch stehen wird) und anschliessend schon bald in vielen Buchhandlungen, ausgewählten Geschäften und natürlich ohneleine im www.

Die zweite Serie geht etwas anders mit dem neugewonnenen Platz auf dem Buch um. Wo mit der Serie No: 1 eingeschlagene Bücher quasi getarnt werden, wird hier nun mit “direkter Rede” gespielt und provokativ vorenthalten: “ich bin nicht, was du denkst”, ins ich gehheim”, “unter mir verbirgt sich ein 08/15 Schundroman”, “bitte lächeln” und “Ja, der Platz ist noch frei.” so die “Titel” bzw. die Texte auf den Schutzumschlägen, wobei sich der letzte offensichtlich an die berufstätig Pendelnden pendelnden Berufstätigen wendet. Auch die Serie No:2 ist für 19 Fr. erhältlich.

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Sprechblasen bauen

Seit ein paar Wochen sind Raphi und ich am Sprechblasen entwickeln für den Bazar Pazzo bzw. unser jährlich wiederkehrendes gemeinsames Design+Happening-Projekt vom 11. Dezember 2010.

Das fertige Produkt ist eine schwarze Sprechblase aus Forex, welche wie eine mobile Kreidetafel benutzt werden kann. Die Tafeln haften magnetisch an beliebigen metallenen Oberflächen. Sie sind sehr leicht aber dennoch stabil. Was die Umrisse angeht, lassen wir unserer Phantasie freien Lauf. Von eher abstrakten bis hin zu konkreten Formen wird alles vorkommen.

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Neogramme, eine Untersuchung

Im Frühjahr habe ich begonnen von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus mich mit den Worterfindungen aus phrasardeurs verbarium zu befassen. Ausschlaggebend war eine Automobilbeilage einer Zeitung, wo es diese netten Diagramme hatte. Die Diagramme waren nicht besonders aussagekräftig, sie gaben dem Artikel aber einen technischen, ja sogar wissenschaftlichen Touch.

In diesen Diagrammen visualisiere ich nun einige Sachverhalte der Worterfindungen. Als Ausgangspunkt dient jeweils eine Worterfindung und das “Original” dazu bzw. das Ausgangswort wovon die Wortschöpfung abgeleitet ist.

Die 6 Parameter der Darstellung sind:

  • Bezüge der Worterfindung zu existierenden Worten oder umgekehrt: was für Begriffe im Wort mitanklingen. Je mehr desto besser, weshalb die Skala von innen gegen aussen angelegt ist. Jedes Wort verfügt über mindestens einen Bezug, nämlich denjenigen zum “Original”.
  • Anzahl Treffer für das Ausgangswort. Gesucht mit einer erweiterten Suche bei Google mit dem Ausgangswort als Phrase und innerhalb der Sprache Deutsch (wo nicht anders angegeben). Die Werte ansteigend von innen gegen aussen, da eine Grosse Trefferzahl für eine weite Verbreitung bzw. eine gewisse “Geläufigkeit” des Ausdruckes spricht. Der Stichtag der Suche ist unter dem Ausgangswort in der Darstellung aufgeführt.
  • Treffer für die Worterfindung. Gesucht mit einer erweiterten Suche bei Google mit der Worterfindung als Phrase und innerhalb der Sprache Deutsch. Die Werte ansteigend von aussen gegen innen, ein geringes Vorkommen spricht ihr für die Einzigartigkeit des Wortes. (Einge Wörter kommen z. Z. sogar nur in enzyglobe, phrasardeurs verbarium, vor)
  • Die Anzahl der Buchstaben des untersuchten Ausdruckes. Wörter mit vielen Buchstaben eher innen, Wörter mit wenigen Buchstaben aussen.
  • Abweichungen vom Original. Eine nur ansatzweise aussagekräftige Grösse, da ich nur von der Schreibweise des Wortes, nicht aber von der Aussprache ausging.
  • Die Häufigkeit des Ausgangswortes gemessen an der Häufigkeit des Wortes “der”. Diktatur z. B. ist rund 12 mal häufiger als das Wort der. Ermittelt beim Wortschatzportal der Uni Leipzig.

Die Werte habe ich insgesamt so angelegt, dass eine möglichst grosse Fläche ideal ist. Ich möchte also Worte zu finden, welche

  1. Möglichts viele Bezüge zulassen, ergo vieldeutig sind.
  2. Deren Ausgangsmaterial häufig vorkommt, also als bekannt vorausgesetzt werden kann.
  3. Die noch niemand “erfunden” hat oder zumindest noch nicht viele. (Tippfehler oder Schreibfehler, also unbeabsichtigte “Wortschöpfungen, sind in den Google-Treffern mitenthalten. Je mehr Abweichungen zwischen Original und abgeleiteter Worterfindung aber bestehen, umso geringer ist die Chance für solche “falsche” Treffer)
  4. Die Wörter sollen möglichst kurz sein. Bekanntlich kann man im Deutschen durch Aneinanderfügen von Worten ganz einfach Neuwörter kreieren, wie z. B. “Eisenbahnwagenachsenaufhängung”. Solche Worte sind nicht primär angestrebt.
  5. Der Eingriff soll möglichts klein sein.
  6. vgl. Punkt 2. Wobei der Wert bei 6 statistisch relevanter ist.

Der erste visuelle Eindruck gibt nun schon wieder, wie gut das angestrebte “Ideal”(eine grosse Fläche) erreicht wird . Zudem gibt er Aufschluss zu einzelnen Parametern. Z. B.: Wie originär ein Wort ist. So kommen “Sabotiveltern”, der “Plaquegeist” und die “Exklavenhaltung” laut Google nur in enzyglobe vor, was anhand der Ecke unten rechts gut erkennbar ist.

Von einem strengen wissenschaftlichen Standpunkt betrachtet hat es da natürlich allzuviele Fragezeichen. Dafür verantwortlich sind einerseits die “weichen” Parameter, vorallem der eingangs als “Bezug zwischen Ausgangswort und Wortschöpfung” definierte Wert, andererseits aber auch die Aussagekraft von Googles Suchalgorithmus.

Das aussagekräftige Wörtchen “Leerm” zum Beispiel ist in verschiedener Hinsicht ein interessanter Fall. In erster Linie erkennt man daran schön, dass der Parameter “Bezüge” ziemlich willkürlich gesetzt ist. Je nachdem ob man das Diagramm mit einem Bezug Leerm-leer oder Leerm-Lärm erstellt, kommen da ganz andere Werte zu Tage. Zudem, wer es bis jetzt noch nicht gemerkt hat, sind nicht alle Skalen linear unterteilt. Die beiden Google-Skalen sind wegen der grossen Breite der Werte gegen oben rasant ansteigend.

Zudem bietet das Wort Leerm mit den ähnlichen Wörtern “leer”, “lern”, “lehrn” und dem Homophon “Lärm” viel Anlass zur Verwirrung und wohl auch zu falscher Orthographie.

Lange Rede, kurzer Sinn: Sind irgenwdie nett, die Diagramme.

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No matches for Seele

Und das ist ein Fortschritt! Denn immerhin kann man auf der Webseite “Acronymefinder” nun Gott finden. Doch ich muss etwas ausholen. Möglicherweise ist es etwas unrecht in einer englischsprachigen Datenbank von Abkürzungen deutsche Ausdrücke suchen zu lassen. Doch das Feedback war, als ich genau dies anno 2005 tat, schlichtweg umwerfend. Nicht weniger präzis übrigens bereits damals die Rückmeldung auf die Anfrage nach der “Seele”:

und, wer genau hinschaut, es war an einem Sonntag. However. In der Zwischenzeit hat sich die Datenbank und das Lookandfeel wohl weiterentwickelt. Immerhin kann man nun schon zwei Bedeutungen von “GOTT” finden, nämlich:

GOTT:  Government of Trinidad and Tobago und
GOTT: Galactic Organisation of Trade & Tariffs (Kiddy Grade Anime television series)

Wobei die zweite bei weitem plausibler klingt. Nach Seele muss man da aber immer noch lange suchen.

P.S: Vielversprechend übrigens auch die Suche nach LOVE (diesmal also nicht einmal unfair).

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Linienpläne verraten viel und lügen nie

“Linienpläne verraten viel und lügen nie” So lautete sowohl der Titel eines NZZ-Artikels vom 4. Februar 2010 wie auch meiner Installation in der kunsthalle Luzern. Im Rahmen der Ausstellung inside out. Hatte ich drei meiner Mindmaps gezeigt. Um diese etwas zu inszenieren, hatte ich alle vier Wände meines “Zimmers” mit aktuellen NZZ-Artikeln tapeziert und diese anschliessend mit Filzstift überarbeitet, sprich: mit Wortschöpfungen ergänzt.

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Ecke um die Schnecke gebracht.

Bzw. die Schnecke macht ja selbst eine. Ja. Was nun?

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Wieder mal Bausatz Zeichen gesetzt

Hab heute die IG Arbeit in Luzern besucht. Bzw. an meinem Kunst im Bau Projekt dort rumgemacht. Das Treppenhaus war seit meiner letzten Visite nicht wiederzuerkennen. Besonders schön war diesmal, Leute inflagranti beim Wörterbauen fotografieren zu können.

Hab dann aus einer Laune heraus und wohl auch weil es winterlich kalt war, statt irgendwelche Worte, Ornamente in Blumenform an die Magnetwände geheftet. Und nun warten auf den Frühling …

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